ZOMBIES AUF MALLORCA - Outtakes 2: Gunnars Zombiekalpyse


Autor:  Damon Whitehead, Jutta Wiese

Genre: Science Fiction, Horror

Format: E-Book (Short Story)

 

 

Erhältlich bei Amazon, inkl. Kindle Unlimted 


Klappentext:

 

Inhalt: Gunnar Tauer, VIP-Betreuer in Diensten der angesagten In-Kneipe »Bierhöhle« kennt sie alle, die Insel-Sangesbarden, egal ob Mallorca-Klaus oder Peter Pampig. Im eigenen Fiat 500, Baujahr unbekannt, kutschiert er die Künstler von A nach B, und sorgt für deren Wohlbefinden. Ein schlichtweg beneidenswertes Dasein, wäre da nicht Gunnars Vorliebe für edle Rotwein-Kreationen aus dem Tetra Pak und Erotik-Filme mit »FSK 18«-Vermerk. Und so erlebt Gunnar Tauer den Beginn der Zombiekalypse denn auch auf eine ganz spezielle Art, mutiert dabei fast zum Polizistenmörder und verleiht Paella-Pfannen eine alternative Nutzungsart ... 

Hinweis: In den OUTTAKES geht es um die Schicksale diverser Protagonisten, die letztendlich nicht in die Hauptbände von ZOMBIES AUF MALLORCA eingebunden wurden – aber trotzdem das Potenzial für eigene, unterhaltsame Short Stories in sich tragen. Im Übrigen können alle Bände der Reihe ZOMBIEKALYPSE NOW unabhängig voneinander gelesen werden.  

 

Leseprobe:

 

Gunnar schluckte. Im Lichtschein der Wohnzimmerlampen sahen die beiden noch scheußlicher aus als draußen. Ihre milchigen Augen, die unbändige Gier ausstrahlten, wirkten unglaublich beängstigend. In diesem Augenblick erkannte er, dass sie vorhatten, ihn zu töten.

Was habt ihr nur geschluckt?, dachte er zutiefst verstört. Er konnte sich das Ganze einfach nicht erklären! Langsam glitt er an der Längsseite der Couch entlang, nahm die Pfanne vom Gesicht des Alten und hastete damit in Richtung Küche.

Für einen kurzen Moment durchzuckte ihn ein kühner Gedanke. Wie wäre es, sie zu der anderen Irren in die Vorratskammer zu verfrachten, damit sie gemeinsam ihren gefährlichen Rausch ausschlafen konnten? Bloß, wie sollte ihm das gelingen? Ein Fehler und sie würden ihn zerfleischen. Fröstelnd verwarf er die hanebüchene Idee.

Plötzlich erklang ein lautes Stöhnen. Der Alte! Er war aufgewacht.

Gunnar wagte einen kurzen Blick ins Wohnzimmer und erschrak. Der Verletzte rappelte sich soeben unbeholfen aus den Polstern. Doch was das Erstaunliche war: Das betrunkene Paar nahm keinerlei Notiz von ihm. Wie es aussah, blieb Gunnar ihr einziges Ziel.

Zum Teufel mit euch! »Jetzt hab ich aber die Faxen dicke«, brüllte der in einem Anfall von zorniger Verzweiflung. »Mir reicht's! Könnt ihr nicht wem anders auf den Sack gehen?«

Bevor er der Gurkentruppe die Küchentür vor der Nase zuknallte, warf er den Dreien noch einen besonders bösen Blick zu.

Sekunden später prallte der Mann mit der Armwunde gegen das Holz und begann zu klopfen, zu scharren und zu kratzen.

»Verdammte Kacke, ihr seid doch völlig plemplem«, knurrte Gunnar angewidert.

Mit wehendem Pferdeschwanz rannte er zum hintersten Fenster und stieß es beherzt auf. Nichts wie weg. Schnell warf er die Pfanne in die Dunkelheit, dann kletterte er hinterher. Seine Füße landeten in einem unkrautüberwucherten Beet.

»Mist«, fluchte er und torkelte wie ein Zombie durch mannshohe, dürre Halme, knisterndes, welkes Laub und alte, knotige Spinnweben.

Vor ihm glitzerte die kupferne Pfanne. Er angelte sie aus dem Gestrüpp und eilte um die Ecke ins gleißende Halogenlicht. Dabei wirbelten seine Füße Kies, kleine Steinchen und viel Staub auf. Keuchend erreichte er die offen stehende Vordertür des Hauses.

Ein hastiger Blick ins Innere genügte und er atmete erleichtert auf.

Die hoch aggressiven Zechkumpane fummelten weiterhin an der Küchentür herum. Somit hatten sie seine Flucht noch nicht bemerkt.

»Ihr verdammten Arschlöcher!«, rief er dann, Millisekunden, bevor er die Tür verschloss.

Er atmete auf. Fast euphorisch, wie nach einem gelungenen Streich im Klassenzimmer, eilte er breit grinsend über den Hof zum Geländewagen. Ich bin besser als ihr. Jawohl. Ich bin besser! Er warf die Pfanne auf den Beifahrersitz, stieg summend ein und startete. Zumindest versuchte er es, aber der Motor gab keinen Ton von sich. Der Wagen wirkte wie tot.

Die Batterie?

Fluchend betätigte er den unter dem Lenkrad befindlichen Griff zum Öffnen der Motorhaube. Der Halogenstrahler an der vorderen Hauswand beleuchtete das Fahrzeug leider nur teilweise. Dessen Schnauze lag in einem düsteren, wenig verlockenden Zwielicht. Gunnar stieg aus, tastete nach der gelösten Verriegelung und zog die Haube hoch. Sie arretierte auf einer bestimmten Höhe und gab den Blick in ein dunkles Loch preis. Er benötigte einen Augenblick, um das Desaster zu erkennen. Diverse Kabel hingen wie lose abgeschnittene Adern in der Luft herum. Dazwischen: Nichts. Der gesamte Motorblock fehlte!

Gunnars Beine gaben nach. Mühsam hielt er sich am Rand des Hohlraums fest, um nicht ohnmächtig zu werden ...